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Jedes Wetter in nur 6 Stunden – Training am Nürburgring

Endlich war es so weit – das lang ersehnte Training am Nürburgring stand an. Nachdem ich in der Vergangenheit erst 1 mal dort meine Runden drehte war die Anspannung gleich umso grösser – Was würde mich dort erwarten, komme ich mit der Strecke zurecht und wird mit der Wettergott einen angenehmen Tag bereiten?

4 Uhr am frühen morgen, der Wecker reisst mich aus dem Schlaf. Fix ins Bad, fertig gemacht und mit dem bereits verladenen Motorrad auf in die Eifel. Dort gegen 6 Uhr angekommen der erste Schreck am frühen morgen – es regnet – aber kein Wasser sondern junge Katzen – unglaublich dieser Monsun. Nun gut, ich ignoriere dies gekonnt und lade die GSX-R ab und warte auf die Eröffnung des Fahrerbüros zur Abgabe meiner Nennung – natürlich schnelle Gruppe – nur gehöre ich da überhaupt hin? Egal – no risk no fun.

Um 8:40 ist es dann das erste mal so weit, ich fahre zur Auffahrt und begebe mich auf meiner erste Runde seit über 4 Jahren auf dem Nürburgring – es regnet. Kein Problem, ich mag regen und drehe so meine Runden. Erstmal ein wenig gemütlich um ja nichts kaputt zu machen – so zumindest mein Vorsatz. Dieser hält allerdings gerade mal 2 Runden bis auf der Start- Zielgeraden einer an mir vorbeifliegt – ja nee so nicht. Also hinterher. Ich konnte schön dran bleiben, war an manchen Stellen sogar deutlich schneller. Die BT016 verrichteten gute Dienste auf der nassen Fahrbahn und gaben ein gutes Feedback – kaum Rutscher bisher, also mal ein wenig mehr Gas … Wieder auf der Start- Zielgeraden angekommen lege ich mir den "Gegner" zurrecht und will diesen ausbremsen. Plötzlich klappt mein Vorderrad leicht ein – och nö kein Sturz. Bremse auf, und beten – es klappt, Moped wieder gefangen UND den Gegner ausgebremst. Na sauber, im Regen kann ich es also noch. Nun gut 3 Kurven später fährt er wieder vorbei, hier fällt mir allerdings auf, dass dieser auf Regenreifen unterwegs ist ;)

Ein paar Runden später ist der Turn an beendet. Erfreut von den Ereignissen und dem abgefangenen Sturz fahre ich zurück zu meinem Wagen und bereite mich auf den nächsten Turn vor. Dieser verläuft wesentlich weniger spektakulär – ein paar mal ist das Hinterrad beim rausbeschleunigen ins rutschen gekommen – aber auch hieran habe ich Spass gewonnen. Leider zeigt der Laptimer noch immer keine Runden an … Merken, beim nächsten mal eigenen Transmitter einpacken …

Ab nun kommt langsam die Sonne raus, die Strecke trocknet ab und ich spule einen Turn nach dem nächsten ab. Wahnsinn, die Strecke, welche mir also so negativ im Kopf war, macht langsam echt spass. Leider ist der Tag viel zu schnell vorbei, viel zu wenige Runden wurden gefahren, und aufgrund des nicht funktionierenden Laptimers habe ich nur wenige gezeitete Runden auf dem selbigen. Bei einer 1:42.96 blieb dieser stehen – da ist wesentlich mehr drin.

Fazit:
Geile Strecke – warum mochte ich diese vorher nicht?
Ich freue mich auf den Seriensport mit richtigen Reifen – da geht noch was …

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