3ter Seriensportlauf – das Spiel mit dem Wetter
Heute war es dann so weit, der langersehnte 3te Lauf zum Seriensport stand an. Austragungsort heute – Nürburgring kurzanbindung. Leider muss diese Veranstaltung ohne Bilder auskommen – ich musste alleine zur Rennstrecke fahren
Durch die Zerstörung meines Transporters war die ganze Anreise ein wenig komplizierter – ein Anhänger musste gemietet werden. Somit hat sich der Platz zum Trasport von Reifen etc. quasi auf 0 Reduziert und nur das nötigste wurde eingepackt. Die Wettervorhersagen waren durchaus positiv – Praller Sonnenschein, gegen abend heftige Gewitter. Nun gut, gegen Abend sollte egal sein – der Start zum Sprintrennen ist für 13:50 angesagt – aber erstmal eins nach dem anderen.
Nachdem mein Wecker mich um 4:30 aus dem Schlaf holte traf ich um 6:30 am Nürburgring an. Netterweise wurde bereits von Henny ein Platz für mich freigehalten, so dass dieses Problem schon einmal erledigt war. Fix die anderen Begrüsst, das Moped abgeladen und gemeinsam mit Frankie zur Anmeldung und technischen Abnahme gelaufen. Anschliessend die Reifenwärmer auf die noch immer montierten BT016 geworfen, Laptimer montiert, Tranponder angebracht und in Ruhe dem Start zur Dauerprüfung um 9:45 entgegen gesehen.
Dann ist es endlich so weit, die Uhr zeigt an dass wir losdürfen und ab geht es auf die Strecke. Die ersten Runden fahren wir uns alle quasi hinterher, das Feld hat sich noch nicht wirklich auseinander gezogen – das sollte sich aber bald legen. Spass macht es, ich drehe jedoch dennoch relativ gemütlich meine Runden um auf den doch bereits mächtig im mitleidenschaft gezogenen Reifen nichts zu riskieren. Das ein oder andere Überholmanöver wird probiert, getestet wie weit man an diversen Stellen mit der neuen Übersetzung gehen kann und neue Bremspunkte gesucht. Erschreckend fand ich es allerdings, wie viele Mitstreiter der Meinung waren ihr Motorrad bereits während der Dauerprüfung ins Kiesbett zu werfen – das fand ich schon ein wenig extren. Nun gut, 29 Runden (28 waren Pflicht) und einige Rutscher später ist die Dauerprüfung für mich beendet und ich fahre zurück zum Lager.
Dort stand nun der langersehnte Reifenwechsel an – BT016 runter Dunlop rauf – so zumindest der Plan. Das ganze macht allerdings nur sinn, wenn das Wetter auch hält. Also Felgen raus und guter Dinge ab zum Reifendienst. Dort angekommen wartete ich gut 40 Minuten bis ich an der Reihe war und pünktlich zu diesem Zeitpunkt kamen die ersten Tropfen runter. So ein ärger aber auch – die Pilot Power sind zuhause geblieben um Platz zu sparen – ausserdem war das bei den Vorhersagen ja quasi um diese Uhrzeit nicht zu erwarten. Umziehen abgebrochen – ich bleibe auf den BT016. Immerhin funktionieren diese recht gut im Regen – sollte es dennoch trocken bleiben muss ich eben hinterher fahren und nicht zu viel riskieren … ärgerlich.
Dummerweise kommt der von mir ersehnte Regen nicht – zwar sind wolken da diese verziehen sich dann aber recht zügig wieder. Um 13 Uhr dann der pralle Sonnenschein am Himmel – 13:50 der Start – das reicht nun wirklich nicht – also noch ein Rennen auf BT016 …
Also ab zur Startaufstellung – Startplatz 16 von 21 Startern sollte es sein. Die Ampel springt auf rot, die Motoren heulen auf, die Ampel geht aus und ab geht es nach vorn. Die GSX-R hebt das Vorderrad und ich ziehe an einem Gegner nach dem nächsten vorbei. Kurzzeitig bin ich sogar an Frankie vorbei, welcher 2 Reihen vor mir gestartet ist. Einbiegen in die erste Kurve und hoffen dass hier alles hinhaut – super ich bin durch jetzt kann es losgehen. Ich rechne damit dass nun einer nach dem nächsten an mir vorbeifliegt doch das passiert nicht – ich werde nur hin und wieder in ein paar kleine Fights verwickelt. Dann ein paar Tropfen auf dem Visier, die ersten Leute nehmen etwas Gas raus. Ich bleibe weiter am Gas, komme näher ran und schnappe mir wieder einige Gegner. Aufgrund der BT016 muss ich jedoch beim Rausbeschleunigen mächtig aufpassen und gehe recht spät voll ans Gas. Das kostet mich viel Zeit was ich auch im Anbremsen nicht mehr wirklich aufholen kann. Beim Überrunden, 4 Runden vor Schluss, rutscht dann ein Gegner an mir vorbei. Ich bleibe dran und überlege was ich nun tun soll – fahre ich direkt wieder vorbei oder hebe ich mir das für die letzte Runde auf. Ich entscheide mich für das Studieren des selbigen und warte bis zur letzten Runde. Er ist beim Rausbeschleunigen wesentlich flotter, dafür hat er im Anbremsen extreme Schwachpunkte – gut meine Chance. Letzte Runde, ich bremse mich ende Start/Ziel an selbigem vorbei und bleibe die nächsten Kurven vor ihm. Ich weiss dass ich etwas früher ans Gas gehen muss um vor ihm bleiben zu können doch da passiert das was im Grunde klar war – das Heck bricht völlig aus und ich muss eine weitere Linie gehen um den Sturz zu vermeiden. Er zieht innen wieder durch. Zwar könnte ich ihn direkt wieder ausbremsen, entscheide mich jedoch dafür das selbige nicht zu tun und hoffe auf die letzte Schikane vor der letzten Kurve. Also schön dahinter bleiben doch vor uns ist noch ein Gegner zum Überrunden. Mein Gegner schafft den Überholvorgang noch vor der Schikane, ich muss in der Schikane vorbei – somit keine Chance mehr für mich. Wir werden abgewunken und dennoch freue ich mich tierisch über das Rennen. Schöne Zweikämpfe, saubere runden und vorallem erneut Sturzfrei.
Nach dem Aufladen dann die Ergebnisse angesehen und ein breites Grinsen kommt auf mein Gesicht. Ich bin als 12ter von 21 ins Ziel gekommen. Für mich ein riesen Ergebnis wenn ich doch bedenke, dass ich auf den alten Reifen auf keinen Fall das Rennen fahren wollte. Punktemäßig habe ich meine Ausbeute verdreifacht, beim ersten Rennen 2 Punkte – heute gab es 6. Somit habe ich nun insgeamt zum aktuellen Zeitpunkt 8 Punkte in der Meisterschaft – 7 mehr als ich mir erhofft habe
Nach 3 gefahrenen Rennen, von welchen ich nur an 2 Teilgenommen habe, belege ich aktuell den 13ten Rang in der Meisterschaft – das ist noch ausbaufähig – würde ich doch mal sagen.
Mein Fazit:
Langsam fühle ich mich wieder wohler auf dem Bike. Zwar passen die Rundenzeiten noch nicht wirklich, ich denke jedoch dass hier viel bei den Reifen liegt. Die Zweikämpfe selbst machen wieder riesen Spass und deutlich Lust auf mehr. Ich brauche mehr Fahrpraxis und freue mich tierisch auf das 6 Stundenrennen am Nürburgring.