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DNF – technischer Defekt beim Lauf in Hockenheim

Endlich war es so weit, der nächste Lauf zur Seriensportmeisterschaft stand an. Bereits seit Donnerstag stand der Anhänger fertig beladen in der Garage und wartete darauf die Reise anzutreten. Dieser war demnach ebenso freudig erregt als es am Sonntag morgen um 5 Uhr dann los ging und wir unsere Fahrt nach Hockenheim antreten konnten.

Das Ausladen und der ganze Papierkram bei der Abnahme verliefen sehr unspektakulär – wie zu erwarten keine Probleme. Somit konnten wir, nachdem die Übersetzung an der GSX-R noch kurz an die IDM-Variante von Hockenheim angepasst wurde, die Reifenwärmer aufziehen und uns gemütlich auf die Dauerprüfung vorbereiten.

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Pünktlich um 9:25 wurde das Feld auf die Strecke los gelassen – recht voll hier muss man schon sagen. Nach anfänglichen kleinen Schwierigkeiten die Bremspunkte der geänderten Variante zu finden (es geht auf der Parabolika rechts ab richtung Merzedestribüne anstatt weiter zur Spitzkehre) fuhr ich nach 40 Minuten und 27 Runden (28 Runden sind nötig um die geforderten 100 km zu fahren) raus zum Tanken und zur Montage der Onboard Kamera. Einige Minuten später ging es dann wieder raus auf die Strecke und ich fand langsam Spass an der Streckenführung.

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Ich fuhr die komplette Dauerprüfung durch um jeden Kilomter auszunutzen (und natürlich um ein paar nette Aufnahmen zu erhaschen). Nach der Dauerprüfung standen 39 Runden auf dem Laptimer, der komplette 2te Teil der selbigen wurde mit 1:40er Zeiten gefahren – schön, so macht das doch Spass.

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Also gemütlich das Motorrad zum Start auf die Sprintprüfung vorbereiten, Tanken und Reifenwechsel steht mal wieder an. Anschliessend ein bisschen was gegessen und auf der Tribüne ein paar andere Rennen angesehen.

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Um 15:15 war es dann so weit, die Vorbereitungen für den Start um 15:30 sind im Hochgang. Ich rechne mir ernsthafte Chancen auf einen Platz im vorderen Teil des Feldes aus, meine Zeiten sind identisch mit der Zeit des Fahrers auf der ersten Position – da geht doch was – vielleicht sogar ein Platz mit Pokal? Leider streikt die Kamera aus nicht erkennbaren Gründen – kein Problem zurück ins Auto damit (inzwischen frage ich mich, ob die Kamera einfach nur eine Vorahnung hatte ?). Ab zum Vorstart in die Startaufstellung – Platz 10 in der dritten Startreihe – schaut doch gar nicht so übel aus. In der 2ten Einführungsrunde dann ein seltsames Rutschen vor der Einfahrt ins Motodrom – also kein Hinterradrutschen sondern der Motor erhöht die Drehzahl aber das Motorrad wird nicht schneller. Ähm … was nu … Erneuter Test auf der Geraden, nicht nachvollziehbar also ab in die Startaufstellung.

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Die Fahne wird geschwungen, Ampel auf rot – Drehzahl hoch – Ampel aus und los gehts. Doch leider nicht ganz so fix wie geplant. Im ersten Gang läuft alles noch recht gut, 2ter Gang und erneut das seltsame Gefühl dass mir etwas Antrieb fehlt. Gut, das hole ich beim Anbremsen raus und schiebe mich direkt wieder an einigen Gegnern vorbei. Bei jedem Rausbeschleunigen nun das selbe, ich reisse den Hahn auf und nix passiert – zwar wird die Kiste lauter, die Drehzahl erhöht sich aber irgend jemand sorgt dafür, dass nix am Hinterrad ankommt. Kurz vor der Einfahrt ins Motodrom entscheide ich dass das alles keinen Sinn hat und lasse das Feld passieren. Enttäuscht biege ich noch ins Fahrerlager ein, fahre zurück zum Lager und stelle die Maschine ab. Die Diagnose ist wohl klar – Kupplung tot – also fange ich direkt an einzuladen um das Motorrad noch am selben abend zuhause zu zerlegen.

Leider erging es auch anderen Fahrer nicht gerade viel Besser. Frankie, welcher schon beim letzten Lauf durch einen Motorschaden ausfiel verlor einen Bremsbelag und musste das Rennen ebenso vorzeitig beenden. Somit – keine Punkte für uns beide …

Am Abend dann zuhause angekommen wurde direkt der Motor geöffnet und die Kupplung kontrolliert. Meine Vermutung hat sich bestätigt, die Lamellen sind runter, 3 Stahlscheiben sind verzogen. Nun gut, jetzt gilt es die Teile zu organisieren damit ich die Maschine für den letzten Lauf am Nürburgring wieder fit zu bekommen. Schade, so wird das mit dem 10ten Platz in der Meisterschaft nix – jetzt muss ich mich wohl erstmal wieder nach hinten orientieren …

Fazit:
Trotz dem Ausfall ist erneut eine Steigerung zu erkennen. Rein Gefühlsmäßig habe ich erneut einen guten Sprung nach oben gemacht, fühle mich deutlich sicherer und werde ständig schneller. Extrem ärgerlich ist der Ausfall natürlich dennoch – aber das gehört zum Racing eben dazu … wenigstens kein Sturz …

3 Kommentare zu “DNF – technischer Defekt beim Lauf in Hockenheim”

  1. Bianca schrieb:

    Hoffe doch, dass du die Lamellen und die Stahlscheiben schnellstmöglich irgendwo auftreiben kannst, damit du in 2 Wochen die Seasion sauber ( sprich mit einem der ersten Plätze ;-) ) abschließen kannst!!

  2. Thomas Schiffler schrieb:

    Die Ersatzteile sind laut dem Händler bereits morgen um 9 abholbereit und werden demnach morgen abend noch montiert.
    Um den Saisonabschluss noch etwas herauszuzögern habe ich gerade noch einen zusätzlichen Termin genannt – 20. / 21. September in Oschersleben zum DMSB Sportbike Pokal in der Klasse Superbike open – da werde ich zwar absolut 0 chance haben, dafür aber 2 Rennen an 2 Tagen fahren …

  3. Frankie aka dinner #322 schrieb:

    Hey ho… so kann’s gehn. Naja, am 7.9. biste ganz vorne dabei! Kopf hoch!

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