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DNF – 1000 km von Hockenheim nach 106 Runden beendet

Am Samstag den 11. April 2009 war es so weit, nach einigen Jahren der Abstinenz ging es endlich wieder an den Start zu den 1000 Kilometern von Hockenheim. Gemeinsam mit Henny startete ich auf seiner Aprilia RSV Mille in Klasse 4. Aus meiner Sicht eine sehr interessante Möglichkeit zum Training für die Saison, bin ich doch noch nie auf einer 2 Zylinder Maschine gefahren so stellt sich dies für mich als eine der grössten Herausforderungen heraus.

Am Freitag im Fahrerlager angekommen bauten wir unseren Bereich in der von uns angemieteten Box auf. Anschliessend ging es zuerst zur Papierabnahme, anschliessend zur technischen Abnahme. Hier jedoch der erste Schock – so geht es für uns nicht an den Start. Die RSV ist einfach zu laut, der montierte Endtopf muss gegen den originalen ausgetauscht werden. Also zurück in die Box und noch vor dem ersten Start schrauben.

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Mit neuem Endtopf und neuem Mut geht es nun also zum zweiten Mal zur technischen Abnahme. Nun verläuft alles gut, mit 92 DB sind wir 2 DB unter der für uns zugelassenen Marke von 94 und bekommen den für den Start notwendingen Aufkleber auf das Bike. Wir verstauen die Maschine im Park Ferme und machen es uns in der Sonne gemütlich.

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Am frühen Samstag morgen treffen meine Mutter und Ivonne in Hockenheim an. Beide erklärten sich bereit uns etwas zur Hand zu gehen und rundeten somit das Team auf 7 Leute auf. Die Bewirtung war gesichert, auch konnte niemand mehr vergessen auf die Toilette zu gehen – Ivonne und meine Mutter machten Ihren Job wie gewohnt perfekt *g*

Unser Start zur Dauerprüfung stand um 8:11 an. Da ich das Motorrad nicht kannte entschieden wir dass ich den ersten Turn in Angriff nehmen würde, hier ist das Feld noch gemütlicher unterwegs und ich habe zeit mich an das neue Fahrgefühl zu gewöhnen. Recht gemütlich geht es los, die Aprilia macht auf den Dunlop D 209 GP genau das was sie soll und fühlt sich sehr gut und fast schon vertraut an. Etwas ungewohnt für mich ist das “normale” Schaltschema und der Punkt dass es fast egal ist ob ich eine Kurve nun im 2ten oder im 3ten Gang fahre – genug Power ist da um auch einen Gang höher aus der Kurve zu kommen. Als Tagesziel hatet ich mir gesetzt unter 2 Minuten zu kommen. Eigenartigerweise war das nicht besonder schwierig. Auf voller Strecke war ohne grosses Risiko eine 1:57.1 drin – Freude machte sich bei mir breit.

Der erste Fahrerwechsel stand an und Henny machte sich auf die Strecke. Auch sein Turn verlief recht Problemlos und wir spulten Runde für Runde ab. Durch den niedrigen Verbrauch der RSV konnten wir fast 55 Minuten lange Turns abspulen, die gemütliche Sitzposition und das angenehme Fahrverhalten sorgten dafür, dass dies auch Konditionell kein Thema war.

Auch mein nächster Turn verlief ohne grosse Probleme, ich spulte meine Runden ab ohne etwas zu riskieren und konnte regelmäßig die 1:57 auf dem Laptimer sehen. Das macht doch Lust auf Mehr und gibt Hoffnung für das später anstehende Sprintrennen. Da geht doch noch deutlich mehr … ob ernsthaft an eine Platzierung im vorderen Teil des Feldes zu denken ist? Die Tankleuchte geht an, ich fahre zurück zur Box und übergebe an Henny.

Henny verlässt die Box und dreht seine Runden. Nach knapp 50 Minuten starren wir in der Box alle auf den TV welcher die Rundenzahlen anzeigt. 106 Runden, und das schon seit langen langen Minuten. Was ist passiert – warum erhöht sich die Anzahl nicht? Ivonne steht an der Boxenwand der Start-Ziel Geraden und zuckt nur mit den Achseln, auch hier nichts von Henny zu sehen. Plötzlich ist er dann da, allerdings schiebend neben dem Motorrad und von hinten in die Box kommen, nicht über die Strecke sondern über das Fahrerlager.

“Der Motor ist fest, das Hinterrad blockierte beim Anbremsen und ich hab die Maschine nicht mehr anbekommen” – so seine Aussage. MIST. Wir versuchen die Maschine nochmal zum Laufen zu bekommen erkennen aber schnell dass wir hier wohl keine Chance mehr haben. Nach 106 Runden und knappen 4 Stunden ist das Rennen für uns beendet.

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Ein letzter Blick auf die Zündkerzen brachte dann die traurige Wahrheit ans Tageslicht, der Motor ist hin:

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Wir entscheiden uns das Feld zu räumen, Essen noch etwas und schauen uns die restlichen Rennen an. Trotz Ausfall ist die Stimmung relativ gut, es kann noch gelacht werden und das Essen schmeckt super:

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Glücklicherweise ist nicht mehr passiert und der Motor streikte auf der Geraden. Nicht auszudenken was dieser Motorschaden in der Parabolika mit Henny oder mir gemacht hätte. Somit sehen wir das positive an der Sache und erkennen, dass wir stabile gute Rundenzeiten in den Asphalt brennen konnten und mit Sicherheit vorne dabei gewesen wären. Bleibt nur zu hoffen dass Henny schnell eine Lösung für seine defekte Maschine findet nud am 1. Mai im Seriensport aufzünden kann.

Noch einmal möchten wir bei all unseren Unterstützern bedanken welche uns an und neben der Strecke eine grosse Hilfe waren. Ohne euch hätten wir dieses Wochenende nicht so perfekt organisiert durchführen können. Danke, danke, danke. Wir hoffen auch an Ostern in 2010 auf eure Unterstützung, denn dann geht es für uns wieder an den Start zu den 1000 Kilomtern von Hockenheim.

ein Kommentar zu “DNF – 1000 km von Hockenheim nach 106 Runden beendet”

  1. Henny schrieb:

    Ja, das war eher suboptimal! ;-)
    Auf ein neues!!!

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