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Archive for Mai, 2009

Rang 3 bei ADAC Conti Endurance Challenge in Oschersleben

Dienstag, Mai 5th, 2009

Das Wochenende vom 1. – 3. Mai stand voll im Zeichen des Motorsports. Neben dem Saisonauftakt im Seriensport stand der 2te Lauf zur ADAC Conti Endurance Challenge auf dem Plan.

Gemeinsam mit Carsten ging es auf unterlegenem Material (Suzuki GSX-R 600 und Suzuki GSX-R 750) in der Klasse 5 (“Open Klasse” – 4-Takter offene Leistung) zu den 4 Stunden von Oschersleben an den Start. Das Ziel war schnell gefasst – Sturzfrei durchkommen und nach Möglichkeit nicht letzter werden, was uns in Anbetracht der Mitstreiter auf GSX-R 1000 oder Yamaha R1 als hohes Ziel vorkam.

Nach der Qualifikation gingen wir von Startplatz 16 ins Rennen. Den Start übernahm Carsten, Bundy ging uns ein wenig zur Hand und hielt das Motorrad beim Le Mens Start in der Startaufstellung. Die Fahne wird geschwungen, Carsten sprinten zur GSX-R und legt so. Der Start ist nicht wirklich perfekt gelaufen, dennoch kommt Carsten auf Position 16 aus der ersten Runde zurück. Gut, das wäre dann schonmal gut gegangen. Carsten dreht Runde für Runde und brennt permanent Rundenzeiten um die 1:38 in den Asphalt. Hey, wir wollten das ganze doch gemütlich angehen lassen und hatten uns auf 1:40er Zeiten geeinigt. Nun gut, offensichtlich möchte Carsten die Messlage etwas höher legen.

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Nach rund 40 Minuten dann der erste Fahrerwechsel, Carsten kommt rein, wir übergeben den Transponder und schon geht es für mich raus. Der Wechsel funktioniert absolut reibungslos und ich drehe meine Runden. Carstens Zeiten im Kopf versuche ich diese zu erreichen. Doch bei 1:39 ist schluss für mich, zu gross ist der Gedanke an die noch ausstehenden 3 Stunden welche wir hier im Kreis fahren, Konstanz ist das Mittel der Wahl – Sturzfreies durchkommen die oberste Devise. Also weiter mit Zeiten um die 1:40 um den Kurs und Runden abspulen.

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Der Turn verläuft ohne grosse Probleme und ich übergebe wieder an Carsten. Dieser brennt direkt wieder mit 1:38 um den Kurs, wie macht der Kerl das nur. Im Sprintrennen am Freitag war er langsamer als jetzt bei der Langstrecke, der hat da was falsch verstanden. Oder ist doch der Quickshifter oder der Gummi für die schnelle Runde zwischendurch das Geheimrezept? Am Korea kann es nicht liegen, den haben wir beide verköstigt, oder hätte ich doch gestern abend zugreifen sollen? Fragen über Fragen … aber vielleicht kürzt er auch einfach nur irgendwo ab?
Inzwischen zieht sich der Himmel ein wenig zu, es schaut nach Regen aus. Schlechte Vorzeichen, wir haben beide zwar Regenreifen dabei, aber keine auf Felgen aufgezogen. Egal, er fährt uns auf jeden Fall immer weiter nach vorne, inzwischen liegen wir schon auf 12. Schlecht nur dass ich jetzt gleich dran komme und wir somit wieder zurückfallen werden. Also übernehme ich und … die Zeiten fallen wieder auf konstante 1:41. Ähm … was ist das … Tropfen auf dem Visier? Och nö, es fängt langsam an, also weiter. Die Mitstreiter werden langsamer, ich versuche den Speed zu halten und drehe weiter meine Runden. Runde für Runde wird abgespult, immer zwischendurch mal wieder ne 1:39 aber auf Dauer ist das nix. Inzwischen hat sich das mit dem Regen quasi wieder erledigt, es ist zwar noch dunkel aber es bleibt trocken … noch …

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Das Überrunden nervt ganz schön, da stehen doch teilweise einige Leute mächtig im Weg … teilweise muss man sich mächtig zusammenreissen um nicht durchzudrehen. Ein paar Runden habe ich mit einer 1000er zu kämpfen, in den Kurven steht er quasi, beim Rausbeschleunigen fliegt er aber förmlich davon. Er hält mich auf ARGL, also raus mit der Brechstange und wie am Freitag vorbei beim Anbremsen auf das Shell. Passt. Noch ein paar Runden und Carsten ist wieder dran.

So spulen wir Turn für Turn ab und kommen ohne grössere Probleme durch das Feld. Zu schrauben gab es quasi nicht wirklich etwas, nur mein Vorderrad wurde aus reinen Sicherheitsgründen gewechselt. Den letzten Turn nehme ich dann nochmal in Angriff und fahre das Ding sicher nach Hause.

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Bei der Siegerehrung dann die Bestätigung unserer gröbsten Überlegungen, wir liegen Gesamt auf Position 12 und in der Open-Klasse auf 3. Super, das ist doch wesentlich besser als von uns vermutet und bedeutet für uns die nächsten Pokale an diesem Wochenende.
Danke noch einmal an Bundy für die Hilfe und an den Wettergott dafür dass er mit dem Regen bis nach dem Rennen gewartet hat. Fürs nächste mal wäre es allerdings nett, wenn Du dann doch noch wartest bis wir alle eingeladen haben, dann muss nämlich nicht mein Handy auf Wasserdichtheit getestet werden ;)

Fazit:

  • GEILES WOCHENENDE
  • Quickshifter Rulez

Saisonauftakt nach Maß – Rang 3 im ersten Seriensportlauf

Samstag, Mai 2nd, 2009

Am gestrigen 1. Mai 2009 sollte es endlich so weit sein, der Start zum langersehnten ersten Saisonlauf in der deutschen Seriensportmeisterschaft stand an. Also Moped fertig machen, Auto beladen und ab in Richtung Oschersleben. Dort angekommen wartete schon Carsten auf mich welcher uns einen schönen Platz im Fahrerlager freigehalten hatte. Fix war das neue Zelt aufgebaut und das Lager bezogen – endlich wieder umgeben von all den Gaskranken welche Wochenenden wie dieses so besonders machen.

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Am Freitag morgen um 9 Uhr ging es für mich dann das erste mal raus auf die Strecke zu den ersten 40 Minuten der Dauerprüfung. So richtig in Tempo komme ich noch nicht, als ich dann auch noch spüre dass mein Fuss ständig von der Rastenanlage rutscht und erkenne, dass dieser feucht ist, beschliesse ich die Rückkehr ins Fahrerlager um das ganze zu überprüfen. Komisch, das ist aber ganz schön glitschig auf dem Schuh und auf der Raste, schaut aus wie Kühlmittel, kann aber nicht sein. Alles überprüft, kein Defekt zu finden, also wieder raus. Ein paar Runden später läuft es dann auch wieder und mein Laptimer zeigt mir eine 1:38 an … schön, 3 Sekunden schneller als beim Bördesprint aber immer noch langsam. Da geht noch was, aber nicht in der Dauerprüfung, nicht wieder auf die Nase fallen. Auch der 2te Teil der Dauerprüfung verläuft gut, ich spule meine Runden ab, suche meine Bremspunkte und fühle mich wohl … das passt alles und ich freue mich auf den Start zum Rennen.

Neue Reifen werden aufgezogen, das Moped nachgetankt und die Reifenwärmer aufgezogen. Noch habe ich ewig Zeit, also genügend Zeit zum relaxen und entspannen. Es ist ja nur ein Rennen, das erste zur Meisterschaft. Gut ich gehe von Startplatz 5 ins Rennen, habe also schon mal nicht mehr die Ausrede dass ich mich durch Feld kämpfen muss. Auch die Ausrede dass ich ja noch nicht gefahren bin zählt nicht mehr … genügend Kilometer dieses Jahr habe ich ja schon abgespult. Egal, schaun wir halt mal was passiert …

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14:30, noch 10 Minuten bis zum Start. Kombi an, Motorrad läuft, Reifen sind warm, alles ist gut. Ich rolle in die Boxengasse um in die Startaufstellung zu fahren. Schöne Aussicht hier vorne, nur eine Reihe, also 4 Fahrer, stehen vor mir. Könnte ich mich dran gewöhnen … wenn da nicht diese hungrige Meute von Fahrern hinter mir wäre … Gedanken über einen verpatzten Start gehen mir durch den Kopf, komme ich durch die erste Kurve ohne dass mich einer Abräumt? Schluss jetzt, Kopf aus. 2 Einführungsrunden werden gefahren und schon stehe ich wieder in der Startaufstellung.
Der Blick ist auf die inzwischen rote Ampel gerichtet, der erste Gang ist drin, Drehzahl erhöht und schon ist die Ampel aus. Mist, etwas Zeit verloren aber niemand überholt mich sondern ich ziehe noch an einem Mitstreiter vorbei und fliege auf die erste Kurve zu. Zu viert nebeneinander wird es doch etwas eng, ich bin der erste der Kneift und etwas vom Gas geht, lieber als 4ter durch die erste Kurve als als erster ins Kies. Franky lässt voll stehen, ich bin mächtig beeindruckt und hätte eher erwartet dass ich am Start an ihm vorbei gehe. Nun gut, da hat sich wohl einiges getan bei ihm … Weiter geht es um den Kurs, wir 5 weiterhin eng zusammen durch die Tripple, durchs Hotel und Gas auf die Gegengerade. Mist, ich werde viel zu weit herausgetragen und muss kurz ins Grün … Ein Platz verloren, “nur” noch Rang 5.

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Egal weiter, wir sind schön eng zusammen. Also ab ans Hinterrad vom Vordermann gehangen und GAS, einfach nur GAS. Ich bremse deutlich später als sonst und gehe früher ans Gas, was die vor mir können kann ich auch … muss ja. Wir drehen im 5er Formationsflug unsere Runden und sind quasi Rad an Rad. Nach 5 Runden drehe ich mich das erste mal ende der Zielgeraden um um zu sehen wo denn die Mitstreiter sind … niemand da wir haben uns abgesetzt. Cool.
Einige weitere Runden später lass ich etwas abreissen, meine Konzentration lässt nach und ich muss die anderen 4 entfliehen lassen. Plötzlich sehe ich dass auch Franky, welcher inzwischen auf 4 liegt, etwas abreissen lassen muss. Er scheint keine Luft mehr zu haben und wird etwas langsamer, na dann “Das Gas ist Rechts” und ich hänge mich nochmal voll rein. Beim einbiegen auf die Zielgeraden sehe ich dass noch 3 Runden zu fahren sind, ich bin fast dran und nehme mir vor ihn noch zu holen. Also mobilisiere ich meine letzten Reserven und gebe nochmal richtig Gas. Der Laptimer zeigt mir eine 1:36,12 an und ich bin dran. Eine halbe Runde schaue ich mir an was er so treibt und überlege wann ich ihn mir schnappen soll. Jetzt oder doch bis zur letzten Runde warten? Bin ich ein Mann oder eine Memme? Warten? HALLO? Blöd oder was? GAS und vorbei – Rang 4.

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Auf der Zielgeraden der erneute Blick nach hinten, ich kann mich etwas absetzen. Die nächste Überrundung steht an, ich komme vor der Hasseröder vorbei, Franky muss dahinter bleiben. Der Abstand wird grösser und ich kann wieder etwas Speed rausnehmen, bloß nicht stürzen. Gerade als er wieder etwas rankommt und ich quasi schon seine Fratze neben mir sehen kann kommt die nächste Überrundung – gleiches Spiel wie vorher, ich komme vorbei, er nicht. Also Luft … GAS … Zielflagge.
Ähm … einen Moment mal kurz … was läuft hier für ein Film?
Zielflagge und ich bin auf Position 4? ICH? Wie geil ist das denn?

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Auf dem Weg zur Siegerehrung höre ich über die Lautsprecher dass ein Fahrer wegen unregelmäßigkeiten am Motorrad Disqualifiziert wurde und sich somit das Ergebnis noch etwas ändert. Wie sich herausstellt hat der zweitplatzierte zu viel Leistung und wurde somit aus der Wertung genommen – kurz überleg – WAHNSINN ich stehe auf dem Podium auf Platz 3 und erhalte direkt beim ersten Saisonlauf meinen ersten Pott …

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Fazit:
Meine Zeiten haben sich deutlich verbessert – mit 1:36,12 (Angabe laut der Anzeige meines Laptimers) bin ich nochmal 2 Sekunden schneller als in der Dauerprüfung und 5 Sekunden schneller als beim letzten Bördesprint. 16 Meisterschaftpunkte sind weitaus mehr als ich mir für dieses Wochenende ausgerechnet hätte und ich bin extrem zufrieden mit der Ausbeute.
Viel Zeit zur Freude bleibt nicht, am Sonntag geht es schon weiter mit dem Start beim Langstreckenrennen. Hoffen wir einmal dass die Zeiten auch hier passen und alles heile bleibt :D

Das offizielle Ergebnis ist hier zu finden.


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